Dienstag, 31. Oktober 2017

Rezension zu "Ein Baum wächst in Brooklyn" von Betty Smith

Zum Buch


Ein Mädchen und ihr großer Traum

Im Jahr 1912: Die elfjährige Francie Nolan lebt mit ihrer Familie in einer Mietwohnung in Williamsburg, Brooklyn. Trotz der eher bescheidenen Verhältnisse ist sie ein wissbegieriges Mädchen, das dem tristen Alltag strotzt - am liebsten sitzt sie auf der Feuerleiter im Schatten eines  großen Baumes und liest ein Buch nach dem anderen. Auch wenn ihr noch so junges Leben nicht immer einfach ist und sie mit Vorurteilen zu kämpfen hat, gibt die kluge Francie ihren großen Traum nicht auf: Das College besuchen und Schriftstellerin werden.
Das Leben von ihr und ihrer Familie hält in den nächsten Jahren noch einige Überraschungen bereit - positive wie negative...



"Francie glaubte, in der Bücherei seien alle Bücher der Welt, und ihr Plan war, alle Bücher der Welt auch zu lesen. Sie las ein Buch pro Tag in alphabetischer Reihenfolge und übersprang auch nicht die trockenen. Sie erinnerte sich, dass der erste Autor Abbott gewesen war." - Seite 32


Ein Baum wächst in Brooklyn ist erstmals im Jahr 1943 erschienen und war ein Jahr später für den Pulitzerpreis nominiert. Bis heute hat dieser Klassiker nichts von seiner Besonderheit verloren. Das Buch ist sehr vielschichtig: Die junge Mutter Katie Nolan versucht alles, um ihren beiden Kindern Neeley und Francie ein gutes Leben zu ermöglichen - dazu gehört auch die Schulbildung. Sie arbeitet hart und muss so manchen Rückschlag einstecken. Neben berührenden und auch traurigen Momenten gibt es aber auch immer wieder kleine Glücksmomente - das erlebt auch Francie, die eigentliche Hauptfigur in dieser Geschichte. Das junge Mädchen liebt Bücher, ist klug, hat eine gute Beobachtungsgabe und kämpft für ein besseres Leben. Doch sie merkt schnell, dass das Leben nicht immer gerecht ist...


"Wären alle Lehrer wie Miss Bernstone und Mr. Morton gewesen, dann hätte Francie genau gewusst, was der Himmel ist. Doch so war es auch gut. Es musste ja dunkle und trübe Gewässer geben, damit die Sonne einen Hintergrund für ihre strahlende Herrlichkeit hatte." - Seite 210


Die Handlung beginnt im Jahr 1912 mit einem detaillierten Einblick in Francies Alltag - dank des unheimlich tollen Schreibstils kann man sich die damalige Atmosphäre sehr gut vorstellen. Man ist sofort gefangen von der Geschichte und hofft zusammen mit der Familie Nolan, die sich ein besseres Leben ohne Armut wünschen.  Es wird oft sehr berührend.
Woran man sich hier erst gewöhnen muss ist der zeitliche Ablauf, der nicht chronologisch ist, sondern wild durcheinander gewürfelt. So gibt es nach dem Anfang im Jahr 1912 einen Sprung zurück in die Jugend von Francies Eltern, später dann Einblicke in Francies und Neeleys Kindheit. Doch es bleibt alles gut verständlich und entwickelt sich nach und nach - man kann das Buch dann nur sehr schwer aus der Hand legen.

Die Neuauflage, die am 23. Oktober 2017 im Insel-Verlag erschienen ist, hat eine sehr schöne Gestaltung: Das Cover ist schlicht und mit schönen Farben - es passt sehr gut zum Inhalt. Die gebundene Ausgabe ist kleines Schmuckstück im Regal.


Mein Fazit: Ein wundervoller Klassiker, den ich jeden ans Herz legen kann. Die Geschichte ist vielschichtig: Mal berührend und mal traurig, aber auch glückliche Momente sind vorhanden. Atmosphärisch sehr dicht schildet Betty Smith hier das Leben der Familie Nolan mit allen Höhen und Tiefen. Besonders Francie wächst einem ans Herz. Ein sehr schönes Buch, das ein wirkliches Lesehighlight ist!


Meine Bewertung: 





Titel: Ein Baum wächst in Brooklyn
Autorin: Betty Smith
Genre: Roman / Klassiker
Seitenanzahl: 621
Verlag: Suhrkamp / Insel

Gemeinsam Lesen #129

Die Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Ein Baum wächst in Brooklyn" von Betty Smith und bin auf Seite 573 von 621.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Zum Buch


"Sie standen an der Ecke und warteten auf die Tram"


3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden?

Auf dieses wundervolle Buch bin ich durch eine Verlosung bei Lovelybooks vom Insel-Verlag aufmerksam geworden. Das Buch wurde erstmals im Jahr 1943 veröffentlicht und erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Brooklyn aufwächst. Ich lese sehr gerne mal Klassiker und habe mich unheimlich gefreut, dass ich dieses Buch gewonnen habe. Nun bin ich schon fast am Ende und es gefällt mir wirklich gut. Man kann es schwer auf der Hand legen. Eine Rezension gibt es natürlich auch noch. :)


 
4. Welches Buch, das genau deinem Genre entspricht oder einer deiner Lieblingsautoren geschrieben hat, hat dich maßlos enttäuscht?

Das war tatsächlich ein Buch von einem Autor, dessen Bücher ich seit vielen Jahren begeistert lese: Stephen King. Doch ein Roman von ihm hat mir so gar nicht gefallen: Duddits - Dreamcatcher 
Ich kann nicht ganz genau sagen warum - es war irgendwie anders als seine sonstigen Bücher. Die Handlung hat mir nicht gefallen und der Schreibstil war auch seltsam. Jedoch war das bisher eine Ausnahme - die meisten Bücher, die ich bisher von Stephen King gelesen habe, haben mir sehr gut gefallen.

Montag, 30. Oktober 2017

Montagsfrage #107

Die Montagsfrage gibt es jede Woche bei Buchfresserchen.
Die Frage in dieser Woche:

Welches technische Gerät verwendest du zum Bloggen? Bloggst du auf dem Handy, Tablet, Notebook, PC oder auf etwas ganz anderem?


Ich blogge mit meinem Notebook, weil es da am Übersichtlichsten ist. Meine Rezensionen schreibe ich in Word auf demselben Gerät und kann sie so ganz bequem einfügen, genau so wie Bilder oder auch Links.

Wenn ich zwischendurch mal schauen möchte, dann benutze ich auch schonmal das Handy oder mein kleines Tablet. Aber hauptsächlich ist es immer das Notebook.


Freitag, 27. Oktober 2017

Rezension zu "Halloween" von Ray Bradbury

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Eine Reise zu den Ursprüngen von Halloween

Es ist Halloween. Wie viele andere Kinder auch machen sich Tom Skelitt und seine Freunde auf den Weg - in ihren schaurigen Kostümen hoffen sie neben vielen Süßigkeiten auch auf ein unheimliches Abenteuer. Und dieses bekommen sie: An ihrem Treffpunkt - einem alten, verfallenen Haus -  warten die acht Jungs auf ihren Freund Pipkin, der nachkommen wollte. Doch dort, unter einem riesigen Halloweenbaum begegnen sie einem unheimlichen Mann namens Chitinus Charibdis Downground. Dieser nimmt sie mit auf eine abenteuerliche Reise durch Raum und Zeit und zeigt ihnen das Geheimnis der gruseligsten Nacht des Jahres. Wo hat Halloween eigentlich angefangen?

Ray Bradburys Halloween-Klassiker erschien erstmals im Jahre 1972 und ist bis heute eine zeitlose Geschichte. Mir hat hier von Anfang an der tolle Schreibstil gefallen, mit dem Bradbury sofort sie schaurig-schöne Halloween-Atmosphäre erzeugt. Bevor es auf eine abenteuerliche Reise zu den Ursprüngen von Halloween geht, gibt es detailreiche Schilderungen von der Gegend, der abendlichen Stimmung und natürlich der Freundschaft der neun Jungen. Der Zusammenhalt hat mir besonders gut gefallen. Beeindruckend ist auch der riesige Halloweenbaum mit den leuchtenden Kürbissen - diesen kann man sich bildlich sehr gut vorstellen.


"Es mussten wohl tausend Kürbisse sein. Sie hingen dort oben an jedem Ast. Tausend grinsende Münder. Tausend Fratzen. Und zweimal tausend starrende, zwinkernde, blinzelnde, frisch ausgeschnittene Augen." - Seite 22, eBook


Die Reise, die die Freunde dann mit dem unheimlichen Mr. Downground antreten, ist vom ersten Moment an wahrlich phantastisch - tolle Fantasy-Elemente werden gemischt mit unheimlichen Szenen. Dieses ist ganz gut gelungen.
Am besten gefallen hat mir aber das Ende - von dem ich hier natürlich nichts verraten werde. :)
Das Cover ist im typischen Stil vom Diogenes-Verlag gehalten - das Bild mit dem leuchtenden Kürbis im Fenster, umrahmt vom weißen Rand gefällt mir unheimlich gut.


"Die Dunkelheit im Haus atmete ein." - Seite 20, eBook


Mein Fazit: Eine perfekte Geschichte für die Zeit um Halloween. Auf nur 176 Seiten geht es auf eine abenteuerliche Reise durch die Jahrhunderte auf der Suche nach Antworten: Wo Halloween eigentlich angefangen hat und wie wird es gefeiert? Sehr interessant mit vielen schaurig-schönen Fantasy-Elementen und einem detailreichen, manchmal leicht märchenhaften Schreibstil. Sehr lesenswert!


Meine Bewertung:


Autor: Ray Bradbury
Titel: Halloween
Genre: Erzählung / Fantasy
Seitenanzahl: 176
Verlag: Diogenes

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Rezension zu "Das Fundament der Ewigkeit" von Ken Follett

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Band 3 der Kingsbridge-Saga

Im Jahr 1558: Einst von Baumeister Tom Builder erbaut, wacht auch nach mehreren Jahrhunderten die berühmte Kathedrale von Kingsbridge noch über der Stadt. Nach einem Jahr, das der junge Ned Willard in Calais verbracht hat, kommt er nun heim nach Kingsbridge - er möchte in das erfolgreiche Kaufmannsgeschäft seiner Mutter einsteigen und seine große Liebe Margery Fitzgerald heiraten - doch alles kommt anders. Der schreckliche Glaubensstreit zwischen Katholiken und Protestanten hat England fest im Griff und schon viele Todesopfer gefordert.
Als nach dem Tod Marys die Protestantin Elisabeth Tudor Königin wird, verschärft sich der Konflikt noch. Nachdem Ned Zeuge eines grausamen Ereignisses wird, reist er an den Hof, um Elisabeth bei ihren Plänen zu unterstützen. Schon bald ist er dort unabkömmlich. Doch nach und nach spitzt sich die Lage in ganz Europa zu - hässliche Intrigen und unglaubliche Verschwörungen nehmen ihren Lauf...


"Ned blickte über die Wipfel der Bäume am Ufer hinweg und entdeckte den Turm der Kathedrale - vierhundertundfünf Fuß hoch, wie in Kingsbridge jedes Schulkind wusste. Der steinerne Engel, der von der Turmspitze aus über die Stadt wachte, trug an diesem Tag eine Decke aus Schnee über den ausgebreiteten Flügeln; sie ließ die sonst taubengrauen Federspitzen in strahlendem Weiß leuchten." - Seite 23


Diese Inhaltsangabe ist nur ein kleiner Einblick in den Anfang der umfangreichen Geschichte, in deren Mittelpunkt die Stadt Kingsbridge steht. Der Roman der dritte aus der Reihe um die kleine Stadt und spielt circa 200 Jahre nach dem letzten Buch Die Tore der Welt.  Die mächtige Kathedrale, die im ersten Band Die Säulen der Erde erbaut wurde, wacht wie eh und je über der Stadt. Ein zentrales Thema in diesem Buch ist der Glaubensstreit - die Protestanten lehnen sich gegen die Lehren der katholischen Kirche auf, was schon zu vielen Todesopfern geführt hat. So nimmt die Geschichte ihren  Lauf  - und diese ist mitunter sehr dramatisch. Neben den historischen Geschehnissen, die sich Mitte des 16. Jahrhunderts zugetragen haben, spielen natürlich auch die persönlichen Schicksale der Hauptfiguren eine große Rolle. Einer davon ist der  anfangs 18-jährige Ned Willard, dessen Leben sich im Jahr 1558 komplett ändert und einen ganz anderen Weg geht, als er eigentlich geplant hatte - ob er seine große Liebe Margery für immer verloren hat? Aber auch viele andere Figuren spielen eine große Rolle. z.B. eine junge Frau aus Paris, die um ihren Glauben kämpft und Neds älterer Bruder Barney, bei dem das Schicksal zuschlägt - es gibt einiges zu entdecken. An manchen Stellen wird es ziemlich grausam - es ist kaum zu glauben, wie weit der Krieg zwischen Katholiken und Protestanten damals wirklich gegangen ist.
Die Handlung entwickelt sich anfangs sehr langsam - es werden die Figuren, ihre Lebensumstände und die örtlichen Begebenheiten detailliert vorgestellt. Dieses finde ich bei einem Roman, der 1.168 Seiten umfasst, sehr gut. Sehr ungeduldige Leser seien daher vorgewarnt. Erst nach und nach nimmt die Geschichte an Fahrt auf - Schicksale entwickeln sich, Verschwörungen nehmen ihren Lauf. Es wird oft überraschend und mit Wendungen, die man so nicht erwartet hätte.
Der Schreibstil an sich ist sehr ausführlich, ruhig und meist flüssig. An manchen Stellen wird es kompliziert - daher sollte man sich für dieses Buch etwas Zeit nehmen. Es bleibt aber alles gut verständlich. Was mir zwischenzeitlich nicht ganz so gefallen hat, waren die teils großen Sprünge zwischen den Jahren - was erst so ausführlich dargestellt wurde, wir an anderer Stelle viel zu schnell abgehandelt und wirkt abgehackt. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Hauptfokus weiter auf der Stadt Kingsbridge liegt - es ist zwar sehr interessant, das die Charaktere viele Städte und Länder bereisen, aber die kleine Stadt geht dadurch etwas unter.  Dennoch bleibt es interessant und packend zu verfolgen, wie sich alles entwickelt.


"Alison folgte dem Paar. Sie trug noch immer Marias Schleppe. Als sie aus dem warmen, hellen Sonnenschein in das kalte Zwielicht der riesigen Kirche trat, kam ihr der Gedanke, dass Königskinder viel Schönes und Erstrebenswertes genießen durften, nur nicht die Freiheit." - Seite 231


Das Cover ist schlicht und edel gestaltet. Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Am Anfang jedes neuen Abschnittes gibt es doppelseitige Illustrationen und vorn im Buch zwei Karten, auf denen Kingsbridge und das Westeuropa des 16. Jahrhunderts abgebildet sind. Alles ist bei diesem umfangreichen Werk sehr gut aufeinander abgestimmt.

Mein Fazit: Ein guter historischer Roman, der wieder meisterhaft recherchiert ist - gekonnt verbindet Follett hier historische Fakten mit Fiktion. Ob es der Glaubenskrieg, Verschwörungen bei Hofe oder private Intrigen sind - auf den 1.168 Seiten bekommt man einiges geboten. Bis auf die oben genannten, kleinen Schwächen bleibt es interessant und packend.
Seine beiden Vorgänger Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt kann Das Fundament der Ewigkeit zwar nicht übertreffen, dennoch ist es ein sehr lesenswertes, historisches Meisterwerk.



Meine Bewertung:



Titel: Kingsbridge 3: Das Fundament der Ewigkeit
Autor: Ken Follett
Genre: Historischer Roman
Seitenanzahl: 1.168
Verlag: Bastei Lübbe


Die Bücher der Kingsbridge-Saga:
Band 1 - Die Säulen der Erde
Band 2 - Die Tore der Welt
Band 3 - Das Fundament der Ewigkeit


Dienstag, 24. Oktober 2017

Gemeinsam Lesen #128

Die Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Das Fundament der Ewigkeit" von Ken Follett und bin auf Seite 733 von 1.168.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Zum Buch


"Sylvie hatte viel zu tun, und was sie tat, war lebensgefährlich."



3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden?

Dieses Buch stand lange auf der Wunschliste, da ich schon mit Begeisterung die beiden ersten Kingsbridge-Romane gelesen habe. Nun ist es endlich bei mir eingezogen, wobei ich allerdings gestehen muss, das aufgrund des Neupreises es ein gebrauchtes Exemplar geworden ist.
Was hier sofort auffällt: Das Buch ist unheimlich gut recherchiert, die historischen Geschehnisse werden gut verständlich geschildert und natürlich gibt es eine Menge Verschwörungen und Intrigen. Es gibt im Mittelteil einige kleinere Schwächen, doch abgesehen davon gefällt es mir bisher gut. Genaueres kann ich natürlich erst sagen, wenn ich es zuende gelesen habe. :)


4. Habt ihr Seelenbücher, die euch bis heute in Erinnerung geblieben sind?

Ich denke nicht, dass es Seelenbücher sind, aber folgende Bücher sind mir in Erinnerung geblieben und haben mein Leseverhalten beeinflusst:

- Shining von Stephen King: Mein erstes Buch von dem Autor, auf das noch viele von ihm folgten.
- Die Säulen der Erde von Ken Follett: Dieser umfangreiche historische Roman war mein Einstieg in dieses Genre.
- Der Herr der Ringe von J.R.R. Tolkien: Mein Einstieg in die wunderbare High-Fantasy.
- Stolz und Vorurteil von Jane Austen: Seit diesem Buch lese sehr gerne Klassiker.
- Die Seiten der Welt von Kai Meyer. Die Romane haben mich sehr begeistert. Ich liebe Bücher, in denen es um Bücher geht. :)

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Top Ten Thursday #86


Bei dem Top Ten Thursday geht es um Bücherlisten, die jeden Donnerstag zu einem vorgegebenen Thema erstellt werden können. Die Aktion findet nun bei Aleshanee von Weltenwanderer statt.

Das Thema in dieser Woche:


Eure letzten 10 Neuzugänge


Von meinen letzten zehn Büchern, die bei mir eingezogen sind habe ich bis auf den Murakami alles schon gelesen. :) Aktuell lese ich Ken Folletts "Das Fundament der Ewigkeit". Kenn ihr Bücher meiner Liste und/ oder habt ihr schon welche davon gelesen?




Das Fundament der Ewigkeit
Ken Follett

Wörter Auf Papier
Vince Vawter







Beobachtungen aus der letzten Reihe
Neil Gaiman

Qualityland
Marc-Uwe Kling




 
Die Spur der Bücher
Kai Meyer

Lieber Daddy-Long-Legs
Jean Webster








Gwendys Wunschkasten
Stephen King / Richard Chizmar

Das Lied der Krähen
Leigh Bardugo








In 80 Buchhandlungen um die Welt
Torsten Woywod

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki
Haruki Murakami




Dienstag, 17. Oktober 2017

Rezension zu "In 80 Buchhandlungen um die Welt" von Torsten Woywod

Zum Buch


Eine Reise zu den schönsten Buchhandlungen der Welt

Nachdem der Buchhändler Torsten Woywod im Sommer 2015 auf einer vierwöchigen Reise die schönsten Buchhandlungen Europas besucht hatte, traf er im Jahr 2016 eine ganz besondere Entscheidung: Kurz vor seinem 35. Geburtstag kündigte er Job und Wohnung und brach zu einer dreimonatigen Weltreise auf - er machte sich auf die Suche nach den schönsten Bücherorten der Welt. Schon in seinem ersten Buch In 60 Buchhandlungen durch Europa präsentierte er wundervolle Orte und auch hier berichtet er von beeindruckenden Buchhandlungen: Oft sind es einzigartige Gebäude mit meterhohen Regalen, besonderen Buchpräsentationen oder Geschäfte mit einem außergewöhnlichen und individuellen Konzept - in diesem Buch gibt es einiges zu entdecken: Ganze Bücherviertel, riesige Bibliotheken, Buchhandlungen im Freien und wundervolle Raumgestaltungen. Insgesamt gibt es fünfzehn Kapitel, in denen Torsten Woywod nicht nur die Bücherorte detailreich beschreibt, sondern auch über persönliche Reiseerlebnisse, Begegnungen und die Städte berichtet. Zudem gibt es in allen Kapiteln kleine Insiderinfos und Buchtipps aus dem jeweiligen Land.
Neben ausführlichen Schilderungen enthält dieses Buch auch zahlreiche Farbfotos, die einen ins Staunen versetzen. Ein Foto, was mir besonders gut gefallen hat, ist auf Seite 96 abgebildet. Es zeigt eine ganz besondere Skulptur , die im Atrium der Buchhandlung "Fully Booked" auf den Philippinen steht:


"Es handelt sich um ein riesiges Bild aus den farbigen Buchrücken, das beinahe acht Meter hoch ist und eine Frau zeigt, die eine rosafarbene Katze im Arm hält. Es wurde von den amerikanischen Künstler Mike Stelkey aus etwa dreitausend Gebrauchtbüchern gefertigt und trägt den Namen "Discarded Romance", was zugleich dem -mit großem Abstand-beliebtesten Fotomotiv innerhalb dieser Buchhandlung entspricht."  - Seite 99, Buchhandlung "Fully Booked" (Phillippinen)


Doch dieses ist nur ein Teil von vielen Entdeckungen, die Torsten Woywod auf seiner Reise gemacht hat. Sein Weg führte ihn rund um den Globus:  Gestartet in Japan ging es quer durch Asien, Australien, Nord- und Südamerika. Auf seiner Facebookseite Around the World in 100 Bookshops gibt es zudem auch Berichte und viele Fotos, die er während seiner Reise postete.


"Menschen machen Bücher und Bücher machen Menschen." - Seite 40


Mein Fazit: Ein toller Reisebericht mit detailreichen Einblicken in die wundervollsten Buchhandlungen auf der ganzen Welt. Wie auch schon bei seiner ersten Buchhandelsreise erzählt Torsten Woywod hier wieder ausführlich über die vielen schönen Bücherorte, die er besucht hat. Es gibt vieles zu entdecken - zusammen mit tollen Fotos ein gelungenes Buch. Ich kann es jedem Buchliebhaber empfehlen, der eine Vorliebe für besondere Bücherorte hat! 


Meine Bewertung:



Titel: In 80 Buchhandlungen um die Welt - Meine Reise zu den schönesten Bücherorten unserer Erde
Autor: Torsten Woywod
Genre: Reisebereicht
Seitenanzahl: 256
Verlag: Eden Books


Die beiden Bücher von Torsten Woywod:
 In 80 Buchhandlungen um die Welt




Noch eine kleine Info: Viele beeindruckende Fotos und Infos zu Torsten Woywoods Buchhandlungsreisen findet ihr auf der Facebook-Seite:

 
Vielen Dank an Eden Books für das Rezensionsexemplar! :)